Philosophie & Ethik
In meiner Arbeit biete ich einen Raum, in dem du dich nicht erklären musst, bevor du verstanden wirst. Jede Sitzung ist eine Einladung, das, was gerade da ist, ernst zu nehmen, auch wenn es noch keinen Namen hat.
Werte
Um eine Welt zu schaffen, in der ich selbst leben möchte, sind Ehrlichkeit, Integrität und der Respekt vor der Würde jedes Lebewesens für mich zentral. Da ich andere in ihrer Entwicklung begleite, ist es mir wichtig, mich selbst weiterzuentwickeln; ich suche regelmäßig Erfahrungsräume, in denen ich mir ehrlich begegnen und mehr über das Leben als Mensch lernen kann. Verantwortung für mein Handeln zu übernehmen, mir meiner Grenzen bewusst zu werden und aus Fehlern zu lernen, gehört dazu.
Im Dialog mit dem, was ist
Wir alle leben in einem Netz von Beziehungen, zu uns selbst, zu anderen, zur Welt. Darin wird sichtbar, wo unsere Talente liegen, wo wir uns verstecken, wo unsere Wunden sind.
Im Dialog zu sein heißt für mich: offen für das andere und das Unbekannte sein, ohne schon eine Antwort parat zu haben. Ein sensibles Lauschen auf das, was sich gerade zeigt, auch wenn es unangenehm ist oder noch nicht klar, was es bedeutet. Was sich daraus entwickelt, lässt sich nicht planen, nur einladen.
Der Weg der kleinen Schritte
Mein Ansatz beruht auf kleinen, bewussten Schritten, die mit der Zeit zu tieferen Veränderungen führen können. Wachstum heißt hier nicht, jemand anderes zu werden. Es bedeutet, durchsichtiger zu werden für die Weisen, in denen wir unsere Welt erleben, deuten und mitgestalten. Heilung ist dann weniger Reparatur als ein Wieder-in-Beziehung-Treten, auch mit dem, was nicht heilbar ist.
Ich vertraue darauf, dass im Kontakt mit sich selbst und der Umwelt oft ein nächster passender Schritt sichtbar wird. Meist entstehen Veränderung, Heilung und Wachstum dort, wo etwas dafür reif geworden ist. Atem, Stille und Körperwahrnehmung können helfen, dass solche Schritte aus dem eigenen Erleben heraus entstehen. Geduld lässt uns die Weisheit des Lebens schätzen, das viel älter ist als wir.
Was ich pflege
Wie ich mit mir und meinem Leben umgehe, beeinflusst, wie ich mit anderen Menschen umgehe. Ich übe einen wohlwollenden Umgang mit mir selbst, lerne einen reiferen und kreativeren Umgang mit dem Nichtwissen, und übe mich im Annehmen dessen, was ist. Daneben reflektiere ich meine Arbeit regelmäßig in Supervisionen und im Austausch mit Kolleg:innen, denen ich vertraue.
Eine natürliche Metapher
Stell dir vor, du bist wie eine Pflanze, die wachsen will. Wie würdest du gern behandelt werden? Was bedeutet für dich »fruchtbarer Boden«, was »Wasser«, was »Licht«? Wie viel davon tut dir gut, wo wäre der richtige Ort? Dieser Prozess kann unterstützt, aber weder von außen noch von innen erzwungen werden. Mit dieser Sensibilität möchte ich dir begegnen.

