Wer bin ich?
Die Frage »Wer bin ich?« begleitet mich seit meiner Jugend und spiegelt mein tiefes Bedürfnis wider, mich selbst und die Welt zu verstehen. Ich stolperte über sie zunächst durch mein Anderssein und das Bedürfnis nach Zugehörigkeit.
Während meiner Promotionszeit in Mathematik begann ich, mein inneres Erleben intensiver zu erkunden. Ich näherte mich meinen Wunden und fand Zugänge zu innerer Arbeit und Entwicklung. Seit 2019 begleite ich Menschen in ihren Prozessen. Ich arbeite als Heilpraktiker für Psychotherapie (Erlaubnis nach Heilpraktikergesetz, Deutschland) und biete neben psychotherapeutischer Behandlung auch Prozessbegleitung und psychedelische Integration an.
Mich interessiert, wie Erfahrung Bedeutung findet: im Körper, im Kontakt, im Denken und mitten im Leben. Ich kenne Übergänge, in denen vertraute Muster nicht mehr tragen und kein klarer Ausweg sichtbar ist. Gerade dort ist für mich Vertrauen gewachsen: nicht als Sicherheit, sondern als Bereitschaft, dem Leben weiter zugewandt zu bleiben. Manche Brüche müssen nicht überwunden werden, um leben zu können. Manchmal zeigen sich gerade an ihren Rändern neue Wege.
Mein beruflicher Weg
Zunächst studierte ich Mathematik in München und Passau und arbeitete an der Universität als Wissenschaftler. Daneben war ich bei den Pfadfindern aktiv und beschäftigte mich mit mystischen Traditionen der Weltreligionen, ersten rituellen Erfahrungsräumen und Aufstellungsarbeit.
Als ich eines Tages die Fragmentierung meines Lebens begriff, die zwar bunt schimmerte, aber doch zusammengebracht werden wollte, wurde mir klar, dass meine Existenz eine eigene Antwort von mir erfordert. Diese Antwort fand ich nicht in einer einzigen Methode, sondern Schritt für Schritt: in Begleitung, im Körper, in Beziehungen, in der Natur, im Denken und im ehrlichen Hinschauen auf meine eigene Geschichte. Aus dieser Suche heraus begann ich, meiner Neugier auf das Menschsein beruflich zu folgen.
Mein Ansatz heute
Auf diesem Weg sammelte ich Werkzeuge, die mir halfen, meine Welt besser zu verstehen und auch andere auf ihrem Weg zu begleiten. Ein Psychologiestudium in Wien, eine vierjährige Ausbildung in Gestalttherapie in Nürnberg, und längere Zeiten mit Schamanismus, wie er in Brasilien und Peru gelebt wird. Ich schätze die Psychologie, weil sie sich systematisch mit menschlichem Erleben und Verhalten beschäftigt; die Gestalttherapie, weil sie dem konkreten Menschen zugewandt ist; und den Schamanismus, weil er das Menschsein anders erzählt als die Wissenschaft.
Diese Erfahrungen formen meinen Ansatz heute. In der Begleitung biete ich einen Raum, in dem das, was sich gerade zeigt, ernst genommen werden darf, ohne Drängen und ohne Versprechen, dass am Ende eine bestimmte Antwort stehen wird.
Was meine Arbeit prägt: kein Optimierungsdruck, Raum für Ambivalenz, sorgfältiges gemeinsames Hinschauen. Psychologische und körperliche Perspektiven gehören dazu, ebenso wie Klarheit ohne Dramatisierung. Veränderung darf im eigenen Tempo geschehen.




